Sterilisation und Reinigung

 

Sterilisatoren Thermodesinfektor
Sterilisatoren Thermodesinfektoren Ultraschallreiniger

 

 

Sterilisatoren, Autoklaven, Dampfsterilisatoren

Auf dieser Seite von TopMediQ finden Sie in einer einfachen Übersicht die von uns angebotenen Hersteller von Sterilisatoren / Autoklaven. Zuvor jedoch einige allgemeine Hintergrundinformationen zum den Begriffen rund um die Sterilisation, den Verfahren der Sterilisation und den Geräten für die Sterilisation. Mit der Kenntnis dieser Fakten lassen sich bereits einige, der auf unseren Seiten verwendeten, Fachbegriffe leichter verstehen. Sehen Sie dazu bitte auch auf unser Glossar. Trotzdem sind wir immer bemüht, auch anspruchsvolle Themen und Sachverhalte möglichst einfach und verständlich zu behandeln. Sollte uns das einmal nicht gelungen sein und mehr Fragen offen geblieben sind als beantwortet wurden, bitten wir Sie, uns das einfach mitzuteilen, rufen Sie uns bitte an oder schreiben Sie eine mail. Wir wollen immer besser werden.

 

Begriffserklärung Sterilisierung – Sterilisation - Entkeimung

Mit diesen 3 Begriffen bezeichnet man grundsätzlich Methoden, durch die Gegenstände von lebenden Organismen, einschließlich ihrer Ruhestadien, befreit werden. Den Zustand eines Gegenstandes nach einer Sterilisation bezeichnet man als steril. Im Zusammenhang mit der Thematik von Sterilisation und sterilen Gegenständen taucht die Bezeichnung „keimfrei“ immer wieder auf. Leider wird das Wort keimfrei dabei oft missverständlich benutzt, da der Begriff „steril“ weiter gefasst ist als „keimfrei – frei von Krankheitskeimen / Krankheitserregern“. Bei einer Sterilisation werden alle Mikroorganismen in jedem Entwicklungsstadium abgetötet. In der Praxis gelingt es uns nicht, mit einer Sicherheit von 100%, alle Mikroorganismen abzutöten. Daher wird eine Reduzierung auf eine bestimmte Anzahl noch immer lebens- und vermehrungsfähiger Mikroorganismen an der Probe oder einer gewissen Wahrscheinlichkeit der perfekten Sterilisation gefordert. So sollte an einem sterilen Gut von 1 Million gleichbehandelter Mikroorganismen nicht mehr als 1 Stück davon weiter vermehrungsfähig sein. Im Unterschied zur Desinfektion soll bei einer Sterilisation die Wahrscheinlichkeit der vollständigen Abtötung von Mikroorganismen um eine Zehnerpotenz höher liegen. Eine Sterilisation kann duch unterschiedlichste Verfahren erreicht werden. Im Folgenden sollen diese wenigstens stichpunktartig aufgeführt werden, bevor wir die in der Medizin gebräuchlichsten näher erläutern wollen.

 

Verfahren der Sterilisation

Um auf die oben geschilderten Ergebnisse der Abtötung von Mikroorganismen zu gelangen, ist der Einsatz unterschiedlichster Methoden möglich. Die Auswahl der geeigneten Verfahren ist von vielen Randbedingungen, wie z.B. Materialeigenschaften des zu sterilisierenden Gutes, abhängig. Zur Wahl stehen:

 

Thermische Verfahren

  • Heißluftsterilisation
  • Dampfsterilisation
  • Fraktionierte Heißluftsterilisation

 

Physikalische Verfahren

  • Hochdrucksterilisation
  • Strahlensterilisation
  • Plasmasterilisation
  • Sterilfiltration

 

Chemische Verfahren

  • Nassantiseptik
  • Trockenantiseptik

Beschränken wir uns jetzt aber auf die Betrachtung der Sterilisation von Medizinprodukten mit Heißluft und Dampf.

 

Geräte für die Sterilisation

Heißluftsterilisation

Unter dem Begriff Heißluft-Sterilisator verstehen wir Geräte zur thermischen Behandlung von Gütern mit heißer Luft. Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Bakterien ist im trockenen Zustand wesentlich höher als im feuchten Milieu bei gleichen Bedingungen. Daher sind bei Heißluftsterilisatoren wesentlich höhere Temperaturen und längere Sterilisationszeiten notwendig, um zum gleichen Ergebnis zu gelangen. Zur trockenen Heißluftsterilisation können aber auch folgende Verfahren gezählt werden

  • Das Ausglühen von Platin- oder Pyroniumösen im Labor über offener Flamme bei etwa 500°C (rotglühend) bei mikrobiologischen Arbeiten
  • Das Abflammen als kurzen Ziehen eines zu behandelnden Gutes durch eine offene Flamme
  • Heißluftsterilisatoren für diskontinuierliche Arbeitsweisen (ein zu sterilisierendes Material wird in den Sterilisierraum eingelegt, die Sterilisation wird gestartet, beendet und das Sterilgut wird entnommen)
  • Heißlufttunnel für eine kontinuieriche Sterilisation im Durchlaufverfahren

 

Dampfsterilisation

Im Gegensatz dazu sind Autoklaven fest verschlossene Druckbehälter, in die Wasserdampf eingeblasen wird. Auf diese Weise wird das im Innenraum befindliche Gut unter Druck mit Feuchtigkeit thermisch behandelt. Bevor wir auf den Einsatz der Geräte in der Medizin näher eingehen, sei uns einmalig der Hinweis gestattet, dass Autoklaven auch zum Vulkanisieren von Gummiprodukten wie Reifen oder Gurtbändern, zum Verpressen von Verbundwerkstoffen, zum Aushärten von Baustoffen und Sterilisieren von diversen biologischen Materialien verwendet werden. So erstrecken sich die Einsatzgebiete natürlich auf die Medizin, aber auch z.B. auf die Lebensmittelindustrie, Glasindustrie, Luftfahrtindustrie, Biologie und wahrscheinlich noch auf viele andere Bereiche. Z.B. werden beim Unschädlichmachen und der Entsorgung von Krankenhausabfällen zunehmend Autoklaven eingesetzt.

Durch den Einsatz von Wasserdampf entsteht ein feuchtes Milieu. Durch eine Kombination von Druck  und Temperatur ist die Überlebenswahrscheinlichkeit von Bakterien deutlich reduziert. Für ein ausreichend gutes Sterilisationsergebnis, kann die Sterilisationstemperatur hier gesenkt werden. Dies ist für eine Vielzahl von empfindlichen Instrumenten von großem Vorteil und macht es erst möglich, auch thermolabile Güter so zu sterilisieren. Dabei wird die Luft im Inneren der Sterilisationskammer vollständig durch Wasserdampf ersetzt. Da dazu unterschiedliche Verfahren verwendet werden, kann die gesamte Sterilisationszeit höchst unterschiedlich sein.